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 Es gibt einige Worte die schwer zu definieren sind, solche wie Freiheit, Gerechtigkeit, Schuld und andere philosophische Grundbegriffe und Gedankenkonstruckte. Ich dachte immer "Freund" wäre kein solches Wort. Ich war immer der festen Ansicht: Ein Freund das müsse jemand sein der zu dir hält und dir vertraut, jemand der loyal zu dir steht  und dich stützt. Bei näherer Betrachtung jedoch dröselt der Begriff sich auf. Man bemerkt das immer mehr Aspekte hinzukommen, und diese individuell auch wechseln, sowohl ihre Wertigkeit als auch ihre bloße Existenz. Mir war es zum Beispiel nie wichtig wie oft ich einen Freund sah. Solange man sich gut versteht, dachte ich sei alles in Ordnung. Solange man sich ab und zu sieht und immernoch allles bereden kann, funktioniert Freundschaft.

Ich fand im letzten halben Jahr heraus, dass das so nicht ganz stimmt. Der temporäre Aspekt kann einen Einfluss auf Freundschaften haben. Ich merke also das sich die Ansprüche und die Einstellung zu dem Begriff Freundschaft als wandelbar und mannigfaltig erweist. Die Frage die ich mir also stelle, ist: Wenn der Begriff als solches wandelbar ist, gibt es dennoch Konstanten? Gibt es eine verbindende Einheit die den Überbau für die anderen Aspekte bildet?

Vertrauen scheint mir der Schlüssel zu sein, denn Vertrauen bedingt alles was in einer Freundschaft entstehen kann. Eine emotionale Öffnung, ein Moment der Schwäche, ein ausgelassenes Gespräch, alles wäre ohne Vertrauen nicht möglich, da uns scheinbar eine Art Reflex davon abhält uns Fremden oder Personen die wir kaum kennen auf einem Silbertablett zu servieren. Und auch für meine Neuerung im Katalog der Aspekte von Freundschaft gibt es eine Erklärung, welche auf Vertrauen fußt. Wenn man sich zum Beispiel sehr selten sieht in einer Freundschaft, so sollte man die Frage nach dem Warum stellen. Kommt man zu der Antwort: örtliche Distanz oder Job, so mag das alles noch gehen. Findet man allerdings keinen so driftigen Grund, so sollte man Ursachenforschung betreiben. Und wenn die eine oder die andere Partei aus unbestimmten Gründen die Freundschaft nicht intensiver pflegt so ist die Ursache im Vertrauen zu tun.

Freundschaft ist ne komplizierte Angelegenheit wenn man einmal die naiven Ansichten der Jugend abgelegt hat und die Phrasen ihre Wertigkeit verlieren. Und Freundschaft ist Arbeit, wenn man merkt das etwas nicht läuft wie es sollte. Kämpfen um des kämpfens Willen sollte hierbei allerdings nicht das Ziel sein. Man muss auch in der Lage sein die Konsequenzen aus Entwicklungen ziehen können, und manchmal sind Freundschaften vielleicht nie als solche bestimmt gewesen. Und dann ist es besser den Doppelstrich darunter zu ziehen anstatt sich immer wieder daran aufzureiben.

 

danke für die Aufmerksamkeit

 

Sister, do not pray for me
There is no forgiveness here
Just the longest, darkest night
And my peoples end

 

"Gallows Hymn" by Primordial

2.7.09 00:41
 


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