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Warum Stärke trügerisch ist und Schwäche manchmal Stärke

Einer der wohl fundamentalsten Unterschiede im menschlichen Wesen, im Vergleich verschiedener Individuen ist der Umgang mit Problemen und Schwierigkeiten. Wenn sich vor einem eine Wand aus Unwegbarkeiten auftürmt reagiert Jeder anders. Einige verfallen in Panik, Andere gehen die Probleme geradeweg an und sind absolut souverän. Wieder Andere flüchten vor den Problemen bis sie eingeholt werden. Und dann gibt es noch die Gruppe die ihre Probleme jedem der es hören will oder nicht unter die Nase reiben und denken so ihre Sachen erledigen zu können. Jeder Weg hat Vor- und Nachteile. Die Methode welche wir wählen sagt viel über uns aus. Sie zeigt dem Gegenüber einen Teil unserer Einstellung zum Leben. Es zeigt ob wir stolz sind und die Sachen lieber mit uns selbst ausmachen oder ob wir sehr soziophil sind und alles teilen wollen. Und was wir den Menschen zeigen so werden sie auf uns reagieren. Das muss einem klar sein. Wenn man immer der harte Unerschrockene ist, so werden die Leute, wenn wir Probleme haben immer sagen: "Der ist hart im nehmen, der steht das durch." und wenn wir eher Schwache und hilfebedürftige Menschen sind, dann werden die Menschen um uns sagen: "Na hoffentlich haut ihn dass nicht aus dem Sattel." Die Frage die sich also stellt ist: Welcher ist der richtige Weg, welcher stärkt uns von innen heraus ohne uns zu verzehren und zu matern? Dafür gibt es aber keine universale Wahrheit, wie für so wenige Dinge von Belang. Man muss, denke ich seinem Wesen entsprechen. Man muss entdecken welcher Umgang einen gesunden lässt und welcher nicht. Wenn man von Natur aus ein etwas labiler Mensch ist, sollte man sich Stützen suchen, in Form von Freunden oder Dingen die man gut kann, wenn man von eher mental stärkerer Konstitution ist, so soll man sich durchbeissen und gestärkt auferstehen. Im letzten Jahr ist mir das Sprichwort: „Was einen nicht umbringt, macht einen stärker.“ sehr ans Herz gewachsen, denn darin steckt eine Wahrheit die man kaum leugnen kann. Jeder Stein den man aus dem Weg räumt und jede Unwegbarkeit die man überspringt, geben einem Fähigkeiten. Fertigkeiten die man nutzen kann wie ein Werkzeug. Alle Scheisse die man frisst schulen das emotionale Gedächtnis, und wenn man irgendwann ein ähnliches Problem vor sich hat, so ist man bereit es hinfortzufegen, weil man es eben schon einmal geschafft hat. Sei es die Trennung von einem geliebten Menschen, das stehen auf den eigenen Beinen, ohne darauf vorbereitet worden zu sein, oder finanzielle Probleme. Alles halb so schlimm wenn man es schon einmal geschafft hat. Man kann also sagen: Lieber schon früh einen steinigen Pfad beschreiten um stark und gerüstet das wahre Leben anzutreten, als im Erwachsenenalter bei jeder Windböe umzukippen.


Die Aussenwirkung eines Menschen kann also trügerisch sein. Der Starke kann nur äusserlich stark sein, und innerlich zerbrechen, und der mutmaßlich Schwache nur seiner Natur gemäß leben und mit sich und seinem Leben im Reinen sein. Dieser Zustand betrifft denke ich sehr viele zwischenmenschliche Aktionen. Jene Fehleinschätzung kann großen Einfluss auf uns nehmen. Ein Partner der nicht sieht was wirklich hinter dem Verhalten des Gegenübers steht, wird über kurz oder lang, die Nähe verlieren, weil er nicht auf das eingehen kann was der Mensch braucht. Ein Freund wird irgendwann die weisse Flagge hissen, wenn er entweder gegen eine Wand redet, oder nur mit Problemen anderer überhäuft wird. Ich frage mich ob es eine Möglichkeit zur Lösung geben kann. Ich denke ja. Aufrichtigkeit. Wenn wir mit offenen Karten spielen was unseren Umgang mit Problemen angeht, dann können sich andere Menschen darauf einstellen. Dann gibt es halt den Typ der mit sich im reinen ist und über nichts redet, weil er das wirklich nicht muss. Und es gibt den der über jedes kleine Problemchen redet, einfach weil ihn das befreit. Wenn es aufrichtig ist und die Anderen wissen das es das ist, dann geht das alles in Ordnung. Nur Aufrichtig muss es halt sein. Und man sollte nicht erwarten das einem die Anderen in den Kopf gucken können, denn dass können die nicht.


Jeder Mensch hat sein Päckchen zu tragen, und ich maße mir nicht an zu sagen das jenes leichter oder schwerer ist als das Andere. Aber man kann versuchen das Päckchen so anzufassen das es am besten zu tragen geht. Es so zu tragen wie es einem leicht fällt, dann kommen wir vielleicht alle schneller vorran und haben mehr Zeit für die schönen Dinge neben den Problemen, wie Freundschaft, Liebe, Musik und Bier

danke für die Aufmerksamkeit

 

The thing I treasure most in life cannot be taken away
There will never be a reason why I will surrender to your advice
To change myself, I'd rather die
Though they will not understand
I won't make the greatest sacrifice
You can't predict where the outcome lies
You'll never take me alive

 

"I'm Alive" by Disturbed

10.7.09 21:40
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Anja (15.1.10 02:04)
Wenn man immer der harte Unerschrockene ist, so werden die Leute, wenn wir Probleme haben immer sagen: "Der ist hart im nehmen, der steht das durch." und wenn wir eher Schwache und hilfebedürftige Menschen sind, dann werden die Menschen um uns sagen: "Na hoffentlich haut ihn dass nicht aus dem Sattel."

WORD!
Toller Gedankengang... gut ausgedrückt... und sehr wahr. Und Aufrichtigkeit als Lösung des Konflikts passt natürlich auch - wenn da nicht das Problem wäre, dass Aufrichtigkeit manchmal sehr schwer ist, je nach Situation, Gegenüber und eigenem Charakter. Fand den Beitrag aber wirklich interessant, weil ich mir noch nie wirklich vor Augen geführt hat, dass man sich ja wirklich darüber bewusst sein muss, dass die Menschen einen so einschätzen und betrachten werden, wie man sich gibt. Ich meine, es gibt beispielsweise oft Situationen, in denen man die Kühle Harte spielt und sich im Endeffekt auch bei eher kleinen Problemen gern unaufgefordert Unterstützung von anderen erhofft. Diese haben allerdings ja das starke Bild von einem selbst und können deshalb gar nicht auf die Idee kommen, einem beistehen zu müssen... wie du schon sagtest "Der ist hart im Nehmen..."
Ergo... immer direkt heraus sagen, was Sache ist, was man fühlt und was man braucht?? Auch schwierig... nicht?

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